Strava: Geheime Wege in Fischerhude?

Vor ein paar Tagen ging die Geschichte rum, dass amerikanische Soldaten ihre geheimen Basen im Nahen Osten durch ihre Fitness-Apps verraten hätten. Und zwar mit Gadgets wie Fitness Trackern von Fitbit und der App Strava. Strava veröffentlicht seit letztem Jahr eine weltweite Heatmap, also die Strecken, Wege und Routen, die von den Sporttreibenden (hauptsächlich Radfahrer und Jogger) am häufigsten (am heissesten) befahren werden.

So sieht das ganze für Bremen und Umgebung aus:

Kann man nun in Fischerhude auch geheime Militärbasen finden?

Nein, aber scrollt man durch die Karte, findet man schon ein paar interessante Details.

Zum Beispiel läuft jemand immer die gleiche Strecke durch die Surheide:


Hier hier ist einmal der Sportplatz in Fischerhude:

Gähn… In Ottersberg gibt es ordentlich Heat und auch noch eine angeschlossene Laufstrecke durch die Wümmewiesen:

Für Radfahrer ist Fischerhude ein Drehkreuz zwischen Bremen und … ja, wo eigentlich? Pause machen alle bei Sammans Café & Bistro:

Oder auch bei McDonald’s bei Dodenhof:

Hier ist die Laufstrecke vom Wilstedter Nachtlauf:

Also keine geheimen Orte? Nicht ganz. Es gibt ein auffällige paar Stellen, die so stark frequentiert werden, dass man ziemlich genau den Wohnsitz eines Strava-Nutzers bestimmen kann.

Etwa hier in Ottersberg, am Seepark:

Oder auch in Fischerhude, ganz bei mir in der Nähe:

Strava selber weist schon seit Jahren darauf hin, dass man bestimmte Bereiche festlegen kann, in denen keine Karte aufgezeichnet wird.

Das hätten die Soldaten im Nahen Osten auch einfach machen können.

Alle Screenshots/Daten ©️ Strava, MapBox, OpenStreetMap, Digital Globe

Meine Regenjacke reflektiert 360°

Zum Winterbeginn im letzten Jahr habe ich eine neue Regenjacke gesucht. Hauptaugenmerk sollte neben – natürlich – Regenschutz eine gute Sichtbarkeit in Herbst und Winter sein. Es fahren zu der Zeit viele Radfahrer mit neonfarbenen Helmcovern, Jacken oder Rettungswesten rum. Ich habe etwas ähnliches gesucht aber mehr Reflektion als Neon.

Durch Zufall bin ich auf Proviz gestoßen, eine britische Firma, deren Name tatsächlich Programm ist: Professional Visibility. Vielleicht auch provide visibility?

Nach ein bisschen Herumlesen (und wegen 30% Black-Friday-Rabatt) habe ich mir eine Reflect 360 Plus Cycling Men bestellt – die Reflect-360-Serie ist komplett reflektierend und wasserdicht. Normalerweise in einem merkwürdigen Grau, gibt es auch bunte, reflektierende Modelle. Die 360-Plus-Modelle sind dann nochmal etwas enger, sportlicher geschnitten.

Die Jacke kam ziemlich schnell an: „Meine Regenjacke reflektiert 360°“ weiterlesen

Es geht los mit der Fahrradwäsche

Mein Arbeitsweg führt wahlweise direkt durch oder außen herum um das Naturschutzgebiet „(Borgfelder) Wümmewiesenüberschwemmung“. Diese überschwemmt jedes Jahr, so dass Straßen über Wochen gesperrt werden können – es werden dann nur noch die fest installierten Sperren ausgeklappt. Man und die Anwohner kennt das so, seufzt und stellt sich auf längere Wege und nasse Gärten ein.

Als Radfahrer kommt man durchs Wasser noch etwas länger hindurch – allerdings fängt die Überschwemmungssaison auch gerade erst an.

Noch was zu Helmen

Noch einmal kurz (nicht) zu Helmen. Mikael Colville-Andersen (copenhagenize.com) ist Industrial Designer und berichtet von einem Radiointerview und seiner Rolle dort als Fahrradversteher. Ein paar interessante Details zu Fahrradhelmen und vor allem zur Argumentationsweise von Pro-Helmpflicht-Befürwortern.

Bike Helmets – Something Rotten in the State of Denmark
I took part in a radio debate last week. Four guests and a journalist.

from Pocket http://bit.ly/2kN0egR

Was zum Helm tragen

Ich hatte mich vor ein paar Jahren mal bei Facebook über die immer wieder aufkommende Helm-Diskussion aufgeregt. Grund war ein Unfall in Bremen, wo wieder mal eine Radfahrerin auf dem Radweg von einem rechts abbiegenden Kraftfahrer angefahren wurde.

Im Polizeibericht dazu wurde darauf hingewiesen, dass die Radfahrerin keinen Helm getragen hatte – was natürlich nicht den Unfall verhindert hätte. Trotzdem wurde wieder zur Einführung einer Helmpflicht geraten.

Passend zu diesem unendlichen Thema hier ein englischer Artikel, wo tatsächlich mal eine wissenschaftliche Studie zum Thema zitiert wird:

Helmet Shmelmet: Why It’s OK To Ride A Bike In NYC Without One

The following is an editorial from Eben Weiss, who writes the popular, funny, and insightful Bike Snob NYC blog. The most frustrating thing about being a cyclist in New York City isn’t the weather, the thieves, the potholes, or even the drivers.

from Pocket http://bit.ly/2jFGN8D

Ich selber fahre 99% meiner Strecken mit Helm, weil ich den Arbeitsweg größtenteils außerhalb von Ortschaften fahre und wenn da mal was passieren sollte, dann kommt es hoffentlich weniger schlimm als mit.

Allerdings sollte sich niemand wegen Helm oder Verkehr gegen das Radfahren entscheiden.

Arbeitsweg bei -8°C (mal was anderes)

Ich habe den heutigen, wie angekündigt sehr schönen (und kalten) Tag mal dazu genutzt, die Eis-Situation auf meinem Arbeitsweg zu erkunden. Nach mehreren Tagen Frost und Schnee war ich gespannt, ob meine aktuelle Bekleidung noch Fahrten bei -8° Celsius zulässt und wie die Strecke mittlerweile geräumt wird.

Zur Bekleidung kann ich sagen:

Ein Halstuch über Mund und Nase ist zu Beginn sehr angenehm, aber nervt recht schnell, wenn man mal anhalten muss und der Atem dann nicht mehr vom Fahrtwind weggeblasen wird, sondern über die Brille pustet und dort gefriert. ಠ_ಠ Davon abgesehen gefriert das Tuch selber und mit Vollbart braucht man das eh nicht. Wenn man auf eine Brille verzichten kann aber zu empfehlen.

Handschuhe und Brille … hab ich fast immer an. 

Winterschuhe und Socken – ich trage bei Frost wasserdichte Wanderschuhe und habe mir zusätzlich heute noch aus dicken Strümpfen so eine Art Knöchelwärmer gebaut:


Dann noch die dicke Winterjacke und drunter nur ein Tshirt.

Die wasserdichten Schuhe waren praktisch, denn das Naturschutzgebiet Wümmewiesen, durch das der schönere Teil meines Arbeitsweg führt, ist auch Überschwemmungsgebiet, besonders im Winter. Und das sieht (oder eher hört) dann so aus:

Noch war nur das Wasser am Rand gefroren und floss über die Straße, auf etwa 10 Meter. Das wird noch weitaus mehr und tiefer werden und wenn das alles gefriert, wird es auf dem Rad unbefahrbar – also schieben.
In Bremen selber waren die meisten Wege geräumt, bis auf den Findorffer Weg direkt am Bürgerpark, da war auch nur Eis. Toll aber zu sehen, wieviele Bremer_Innen auch bei Minusgraden noch mit dem Rad zur Arbeit fahren. 

Eis und Schnee 2017

Der Winter ist doch noch hier und es nervt bereits. 😠

Ich bin in der letzten Woche noch um den Schnee herumgekommen (3 Arbeitswege), werde morgen aber nochmal mit dem Auto fahren – aktuell haben wir -3,9°C und die Straßen sind schlecht geräumt. Da ich mindestens die ersten 10 Kilometer zur Arbeit auf nicht bis schlecht geräumten Straßen fahre, begebe ich mir morgen mal noch nicht aufs Eis. Da das Naturschutzgebiet noch überschwemmen wird, werde ich noch genug schlittern. (Hab heute einen Cyclocrosser durchs Feld fahren sehen – der wirkte aber auch nicht so sicher.)

Temperatur-technisch gäbe es noch keine Probleme, ich kann mich in genügend Schichten hüllen. Auch die Achillesferse macht mir weniger Sorgen, denn wegen der kälteren, nässeren letzten Tage bin ich nicht mit den Adidas gefahren, sondern mit festen Halbschuhen und die feste Sohle ist wohl wesentlich schonender. Zu Bekleidung und Schuhen, gerade bei Nässe oder Kälte, schreib ich später nochmal was.

Gerne hätte ich auch schon mal was mit Video gezeigt, aber im Moment ist es noch zu dunkel, um wirklich viel zeigen zu können. Letzte Woche haben zwei Arschlochkinder ein paar Böller auf dem Radweg fallen lassen, aber auf dem Video sieht man nichts. Immerhin habe ich nun eine gute Möglichkeit gefunden, die Kamera am Lenker zu befestigen.

Also, hoffentlich bald wieder hinterm Lenker…

Die Kohlfahrt-Saison startet

(Eigentlich startete sie schon letztes Jahr oder beim ersten Frost. Wer möchte, kann sich hier mehr dazu durchlesen.)

Die Saison startet und das bedeutet für Radfahrer: aufgepasst auf den beliebteren Wegen im Bremer Umland – jetzt könnten die Wege wieder versperrt sein. Nervig bis zu Kotzen sind meistens aber nur die fortgeschritteneren Touren kurz vorm Ziel. Wollen manche dem Radfahrer doch nur Gutes tun, wenn sie ihn auf einen Schnaps einladen. Oder ihm mit gläsernen Hindernissen den Weg interessanter gestalten. 😡


Meine erste Kohlfahrt dieses Jahr lief also entspannend ab – meine erste Kohlfahrt-Teilnahme habe ich erst im Februar und da werde ich auch aufpassen, dass wir nicht den kompletten Weg einnehmen werden.

Neue Radfahrregeln im neuen Jahr

Kurz gesagt: mehr Rechte für Radfahrer 🏆

Auto- statt Fußgängerampel

Radfahrer auf Radwegen OHNE eigene Radfahrerampel müssen die Autoampel beachten. Andersrum für abbiegende Autofahrer: Wenn die Fußgänger rot haben, gilt für Radfahrer noch grün.

Allerdings sagt der ADFC:

Diese Regelung ist bereits seit 2013 in Kraft, bislang galt aber noch eine Übergangsregelung, um den Kommunen Zeit zu geben, die Ampeln umrüsten zu können. Leider wurde dabei häufig der einfache Weg gewählt, aus Fußgängerampeln kombinierte Fußgänger- und Radfahrerampeln zu machen.

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Mein Velo-2016

Ich habe 2016 langsam angehen lassen, bis ich im Februar oder März auf #30DaysofBiking gestoßen bin – eine Challenge, den kompletten April hindurch jeden Tag mit dem Rad zu fahren. Das habe ich auch bis auf 2 Tage durchgehalten und kam so im April auf fast 1.000 gependelte Kilometer; den größten Teil davon natürlich Pendeln zwischen Zuhause und Arbeit.
Den Rest des Jahres bin ich dann eigentlich durchgefahren, mit ein paar Krankheits-, Wetter- oder Urlaub-bedingten Pausen. Alles in allem bin ich 2016 fast 5.000 km Rad gefahren. Das reine Pendeln waren etwa 4.500 Kilometer.1

Trainingskalender bei Strava, Kilometer pro Woche
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