Navi-Apps, Fahrzeiten und -erlebnisse

Habe heute diesen Blogeintrag gelesen, wo jemand in San Francisco √ľber viele Fahrten (√ľber 100) Navigationsapps miteinander verglichen hat. Kandidaten waren Apple Maps, Google Maps und Waze (geh√∂rt auch zu Google).

Apple Maps vs. Google Maps vs. Waze

In early 2017, a conversation with yet another Waze fanboy finally nudged me to start a navigation app experiment. I was skeptical that the Alphabet owned company could meaningfully best its parent’s home grown Google Maps.

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Interessant sind die Ergebnisse (Google bringt einen am schnellsten ans Ziel, Apple am langsamsten, aber immer etwas schneller als zum Start angek√ľndigt, und Waze dazwischen, aber immer etwas langsamer, als eigentich angek√ľndigt), aber vor allem die √úberlegungen, woher die Unterschiede in den Fahrzeit-Berechnungen und den dann tats√§chlichen Fahrtzeiten.

Google scheint tatsächlich das beste Produkt zu haben und bindet den Benutzer dadurch. Ein wiederkehrender Benutzer bringt dann ein vollständigeres Profil und macht einen als Werbeziel attraktiver.

Apple ist keine Werbefirma, daher geht es ihnen eher um Performance. Man kommt auf jeden Fall am Ziel an und meistens auch (*freu*) fr√ľher als erwartet.

Waze hingegen finanziert sich durch Werbung, daher z√§hlt Nutzerbindung. Auch das Grundkonzept von Waze, n√§mlich Hinweise anderer Nutzer auf Verkehrsprobleme oder -kontrollen anzuzeigen, zielt auf Nutzerbindung. Waze ist in der Vorhersage der Fahrtzeit am optimistischsten und ein vergleichender Benutzer bleibt bei der besten Zeit. Gut f√ľr Werbeeinblendungen.

Meine Erfahrungen mit den Apps decken sich damit – Waze ist spannend zu benutzen, lenkt einen aber auch von der Stra√üe ab, weil man w√§hrend der Fahrt Punkte sammeln kann und auf Blitzer achtet, die andere Fahrer gemeldet haben. Apples Erlebnis ist sehr angenehm, weil sie einen immer gute √úbersicht geben. √Ąhnlich bei Google.

Konkret Fahrzeiten habe ich auch einmal verglichen und da hatte bei mir die Navigationsapp von Here (ehemals Nokia Here) gewonnen. Die Fahrzeiten waren ziemlich gut, die Verkehrsdaten stets aktuell und die Navigationsmodi (PKW, Fahrrad, Bus, etc.) umfangreicher als bei der Konkurrenz. Leider ist die App etwas ruckelig, hängt vielleicht damit zusammen, dass die 3D-Darstellung die beste ist. Here ist kostenlos und zeigt auch (sehr dezent) Werbung an.

Weil ich halt mit dem iPhone navigiere, nutze ich meistens Apple Maps, weil es am besten in das System integriert ist (Adressen suchen etc). Ansonsten bin ich alter Here-Benutzer, das ich auch immer im Ausland nutzen w√ľrde.

Strava: Geheime Wege in Fischerhude?

Vor ein paar Tagen ging die Geschichte rum, dass amerikanische Soldaten ihre geheimen Basen im Nahen Osten durch ihre Fitness-Apps verraten hätten. Und zwar mit Gadgets wie Fitness Trackern von Fitbit und der App Strava. Strava veröffentlicht seit letztem Jahr eine weltweite Heatmap, also die Strecken, Wege und Routen, die von den Sporttreibenden (hauptsächlich Radfahrer und Jogger) am häufigsten (am heissesten) befahren werden.

So sieht das ganze f√ľr Bremen und Umgebung aus:

Kann man nun in Fischerhude auch geheime Militärbasen finden?

Nein, aber scrollt man durch die Karte, findet man schon ein paar interessante Details.

Zum Beispiel läuft jemand immer die gleiche Strecke durch die Surheide:


Hier hier ist einmal der Sportplatz in Fischerhude:

G√§hn‚Ķ In Ottersberg gibt es ordentlich Heat und auch noch eine angeschlossene Laufstrecke durch die W√ľmmewiesen:

F√ľr Radfahrer ist Fischerhude ein Drehkreuz zwischen Bremen und ‚Ķ ja, wo eigentlich?¬†Pause machen alle bei Sammans Caf√© & Bistro:

Oder auch bei McDonald’s bei Dodenhof:

Hier ist die Laufstrecke vom Wilstedter Nachtlauf:

Also keine geheimen Orte? Nicht ganz. Es gibt ein auffällige paar Stellen, die so stark frequentiert werden, dass man ziemlich genau den Wohnsitz eines Strava-Nutzers bestimmen kann.

Etwa hier in Ottersberg, am Seepark:

Oder auch in Fischerhude, ganz bei mir in der Nähe:

Strava selber weist schon seit Jahren darauf hin, dass man bestimmte Bereiche festlegen kann, in denen keine Karte aufgezeichnet wird.

Das hätten die Soldaten im Nahen Osten auch einfach machen können.

Alle Screenshots/Daten ¬©ÔłŹ Strava, MapBox, OpenStreetMap, Digital Globe

Bitte nicht böllern!

Statt einer frohen Silvesterfeier versuchen wir seit Jahren einen normalen Abend vorzutäuschen, damit unsere Haustiere nicht durchdrehen. Auf dem Dorf sind das größte Problem nicht feiernde, laute Menschen (mit einem reaktiven Hund1 sowieso ein Problem) sondern Raketen und Böller.

Darum auch in diesem Jahr wieder der Aufruf: Kauft und z√ľndet bitte kein Feuerwerk!¬†B√∂ller sind unsinnige Produkte.

Es wird wortwörtlich Geld verbrannt, die Umwelt wird verpestet, Tiere und Menschen werden vollkommen unnötig gestresst.

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