Was zum Helm tragen

Ich hatte mich vor ein paar Jahren mal bei Facebook ĂŒber die immer wieder aufkommende Helm-Diskussion aufgeregt. Grund war ein Unfall in Bremen, wo wieder mal eine Radfahrerin auf dem Radweg von einem rechts abbiegenden Kraftfahrer angefahren wurde.

Im Polizeibericht dazu wurde darauf hingewiesen, dass die Radfahrerin keinen Helm getragen hatte – was natĂŒrlich nicht den Unfall verhindert hĂ€tte. Trotzdem wurde wieder zur EinfĂŒhrung einer Helmpflicht geraten.

Passend zu diesem unendlichen Thema hier ein englischer Artikel, wo tatsÀchlich mal eine wissenschaftliche Studie zum Thema zitiert wird:

Helmet Shmelmet: Why It’s OK To Ride A Bike In NYC Without One

The following is an editorial from Eben Weiss, who writes the popular, funny, and insightful Bike Snob NYC blog. The most frustrating thing about being a cyclist in New York City isn’t the weather, the thieves, the potholes, or even the drivers.

from Pocket http://bit.ly/2jFGN8D

Ich selber fahre 99% meiner Strecken mit Helm, weil ich den Arbeitsweg grĂ¶ĂŸtenteils außerhalb von Ortschaften fahre und wenn da mal was passieren sollte, dann kommt es hoffentlich weniger schlimm als mit.

Allerdings sollte sich niemand wegen Helm oder Verkehr gegen das Radfahren entscheiden.

Arbeitsweg bei -8°C (mal was anderes)

Ich habe den heutigen, wie angekĂŒndigt sehr schönen (und kalten) Tag mal dazu genutzt, die Eis-Situation auf meinem Arbeitsweg zu erkunden. Nach mehreren Tagen Frost und Schnee war ich gespannt, ob meine aktuelle Bekleidung noch Fahrten bei -8° Celsius zulĂ€sst und wie die Strecke mittlerweile gerĂ€umt wird.

Zur Bekleidung kann ich sagen:

Ein Halstuch ĂŒber Mund und Nase ist zu Beginn sehr angenehm, aber nervt recht schnell, wenn man mal anhalten muss und der Atem dann nicht mehr vom Fahrtwind weggeblasen wird, sondern ĂŒber die Brille pustet und dort gefriert. àČ _àČ  Davon abgesehen gefriert das Tuch selber und mit Vollbart braucht man das eh nicht. Wenn man auf eine Brille verzichten kann aber zu empfehlen.

Handschuhe und Brille â€Š hab ich fast immer an. 

Winterschuhe und Socken – ich trage bei Frost wasserdichte Wanderschuhe und habe mir zusĂ€tzlich heute noch aus dicken StrĂŒmpfen so eine Art KnöchelwĂ€rmer gebaut:


Dann noch die dicke Winterjacke und drunter nur ein Tshirt.

Die wasserdichten Schuhe waren praktisch, denn das Naturschutzgebiet WĂŒmmewiesen, durch das der schönere Teil meines Arbeitsweg fĂŒhrt, ist auch Überschwemmungsgebiet, besonders im Winter. Und das sieht (oder eher hört) dann so aus:

Noch war nur das Wasser am Rand gefroren und floss ĂŒber die Straße, auf etwa 10 Meter. Das wird noch weitaus mehr und tiefer werden und wenn das alles gefriert, wird es auf dem Rad unbefahrbar – also schieben.
In Bremen selber waren die meisten Wege gerĂ€umt, bis auf den Findorffer Weg direkt am BĂŒrgerpark, da war auch nur Eis. Toll aber zu sehen, wieviele Bremer_Innen auch bei Minusgraden noch mit dem Rad zur Arbeit fahren. 

Eis und Schnee 2017

Der Winter ist doch noch hier und es nervt bereits. 😠

Ich bin in der letzten Woche noch um den Schnee herumgekommen (3 Arbeitswege), werde morgen aber nochmal mit dem Auto fahren – aktuell haben wir -3,9°C und die Straßen sind schlecht gerĂ€umt. Da ich mindestens die ersten 10 Kilometer zur Arbeit auf nicht bis schlecht gerĂ€umten Straßen fahre, begebe ich mir morgen mal noch nicht aufs Eis. Da das Naturschutzgebiet noch ĂŒberschwemmen wird, werde ich noch genug schlittern. (Hab heute einen Cyclocrosser durchs Feld fahren sehen – der wirkte aber auch nicht so sicher.)

Temperatur-technisch gĂ€be es noch keine Probleme, ich kann mich in genĂŒgend Schichten hĂŒllen. Auch die Achillesferse macht mir weniger Sorgen, denn wegen der kĂ€lteren, nĂ€sseren letzten Tage bin ich nicht mit den Adidas gefahren, sondern mit festen Halbschuhen und die feste Sohle ist wohl wesentlich schonender. Zu Bekleidung und Schuhen, gerade bei NĂ€sse oder KĂ€lte, schreib ich spĂ€ter nochmal was.

Gerne hÀtte ich auch schon mal was mit Video gezeigt, aber im Moment ist es noch zu dunkel, um wirklich viel zeigen zu können. Letzte Woche haben zwei Arschlochkinder ein paar Böller auf dem Radweg fallen lassen, aber auf dem Video sieht man nichts. Immerhin habe ich nun eine gute Möglichkeit gefunden, die Kamera am Lenker zu befestigen.

Also, hoffentlich bald wieder hinterm Lenker


Die Kohlfahrt-Saison startet

(Eigentlich startete sie schon letztes Jahr oder beim ersten Frost. Wer möchte, kann sich hier mehr dazu durchlesen.)

Die Saison startet und das bedeutet fĂŒr Radfahrer: aufgepasst auf den beliebteren Wegen im Bremer Umland – jetzt könnten die Wege wieder versperrt sein. Nervig bis zu Kotzen sind meistens aber nur die fortgeschritteneren Touren kurz vorm Ziel. Wollen manche dem Radfahrer doch nur Gutes tun, wenn sie ihn auf einen Schnaps einladen. Oder ihm mit glĂ€sernen Hindernissen den Weg interessanter gestalten. 😡


Meine erste Kohlfahrt dieses Jahr lief also entspannend ab – meine erste Kohlfahrt-Teilnahme habe ich erst im Februar und da werde ich auch aufpassen, dass wir nicht den kompletten Weg einnehmen werden.

Hallo 2017

Der 3. Januar 2017 ist fast rum und damit mein 2. Arbeitstag per Fahrrad. Ich bin die letzten zwei mit Kamera gefahren, habe aber noch nichts wirklich dokumentierenswertes dabei aufgenommen. Immerhin habe ich seit heute eine okaye Montagemöglichkeit am Helm gefunden. Es fehlt noch ein Windschutz und eine bessere Befestigung am Lenker muss ich auch noch finden. „Hallo 2017“ weiterlesen

Neue Radfahrregeln im neuen Jahr

Kurz gesagt: mehr Rechte fĂŒr Radfahrer 🏆

Auto- statt FußgĂ€ngerampel

Radfahrer auf Radwegen OHNE eigene Radfahrerampel mĂŒssen die Autoampel beachten. Andersrum fĂŒr abbiegende Autofahrer: Wenn die FußgĂ€nger rot haben, gilt fĂŒr Radfahrer noch grĂŒn.

Allerdings sagt der ADFC:

Diese Regelung ist bereits seit 2013 in Kraft, bislang galt aber noch eine Übergangsregelung, um den Kommunen Zeit zu geben, die Ampeln umrĂŒsten zu können. Leider wurde dabei hĂ€ufig der einfache Weg gewĂ€hlt, aus FußgĂ€ngerampeln kombinierte FußgĂ€nger- und Radfahrerampeln zu machen.

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Mein Velo-2016

Ich habe 2016 langsam angehen lassen, bis ich im Februar oder MĂ€rz auf #30DaysofBiking gestoßen bin – eine Challenge, den kompletten April hindurch jeden Tag mit dem Rad zu fahren. Das habe ich auch bis auf 2 Tage durchgehalten und kam so im April auf fast 1.000 gependelte Kilometer; den grĂ¶ĂŸten Teil davon natĂŒrlich Pendeln zwischen Zuhause und Arbeit.
Den Rest des Jahres bin ich dann eigentlich durchgefahren, mit ein paar Krankheits-, Wetter- oder Urlaub-bedingten Pausen. Alles in allem bin ich 2016 fast 5.000 km Rad gefahren. Das reine Pendeln waren etwa 4.500 Kilometer.1

Trainingskalender bei Strava, Kilometer pro Woche
„Mein Velo-2016“ weiterlesen

Bitte nicht böllern!

Statt einer frohen Silvesterfeier versuchen wir seit Jahren einen normalen Abend vorzutĂ€uschen, damit unsere Haustiere nicht durchdrehen. Auf dem Dorf sind das grĂ¶ĂŸte Problem nicht feiernde, laute Menschen (mit einem reaktiven Hund2 sowieso ein Problem) sondern Raketen und Böller.

Darum auch in diesem Jahr wieder der Aufruf: Kauft und zĂŒndet bitte kein Feuerwerk! Böller sind unsinnige Produkte.

Es wird wortwörtlich Geld verbrannt, die Umwelt wird verpestet, Tiere und Menschen werden vollkommen unnötig gestresst.

„Bitte nicht böllern!“ weiterlesen

GRIPSTER Fahrradhalterung

Irgendwann im Sommer habe ich ein Kickstarter-Projekt gebackt, die ihr fertiges Produkt sicher auf den Markt bekommen wollten: eine einfach mitnehmbare Fahrradhalterung, damit man sein Rad sicherer an HauswĂ€nde oder auch Autos lehnen kann: GRIPSTER.

Das Projekt war erfolgreich und letzte Woche kam meine Backer-Belohnung an: ein grĂŒner GRIPSTER. Zusammen mit den Versandkosten war er etwa so teuer wie er  auch jetzt im Internet kostet.

Ein erster Test an einer Hauswand ergab: das Fahrrad steht deutlich sicherer als einfach nur an den Lenker gelehnt. Da in den Boden ein Magnet eingeklebt ist, kann man das Fahrrad auch an Garagentoren oder (vorsichtig, aber deutlich unvorsichtiger als ohne) an Autos abstellen.

Da die Gummiklaue in etwa 3cm Durchmesser hat und natĂŒrlich flexibel ist, kann man sie zum Transport z.B. einfach an die Sattelstange klemmen.

Ohne Fahrrad kann sie auch als Handy- oder Actioncam-Halter dienen, wie ich heute auf der Arbeit in Ermangelung meines Rades ausprobieren konnte.

In Deutschland kann man seinen GRIPSTER bei r2-Bike kaufen.

Ab 2017 wird wieder gebloggt

Bis dahin bereite ich hier noch alles weiter vor. Seiten mit Hintergrundinformationen erstellen, die DatenschutzerklĂ€rung verfassen, Kategorien ausdenken…

Thematisch konzentriere ich mich aufs Rad fahren. Ich bin in diesem Jahr fast 5000 km Fahrrad gefahren und davon waren etwa 95% mein Arbeitsweg. Im nĂ€chsten Jahr will ich das gerne beibehalten und regelmĂ€ĂŸig darĂŒber schreiben und Videos mit Erlebnissen und EindrĂŒcken zusammenschneiden.

Die Grundvoraussetzungen sind da, ich muss nur durchhalten.