2019 – Ich bleibe!

Ich habe kurz vor Weihnachten in den meisten Sozialen Netzwerken verkĂŒndet, dass ich ĂŒber die Feiertage alle Apps von meinem Handy löschen und auch bei WhatsApp nicht erreichbar sein werde. Der Grund ist einfach: ich wollte weniger Anreiz haben, aufs Handy gucken zu mĂŒssen.
Außerdem wollte ich ausprobieren, wie stark ich die Netzwerke eigentlich vermisse. Das Resultat: kaum bis wenig. Also könnte ich sie doch eigentlich fĂŒr immer verlassen…

Kurzfassung (tl;dr): Plattformen wie Facebook waren bislang den „normalen“ Menschen vorbehalten und das Aufgeben aufgrund von Datenangst ist problematisch, da es Menschen gibt, die nur durch diese Plattformen eine Stimme erhalten.

[Inhaltswarnung] Ich bin noch nicht gut im Schreiben und ErklĂ€ren. Ich benutze Normal zur Abgrenzung gegen Minderheiten. Das ist nicht gut, ich möchte damit aber meinen Standpunkt klarmachen. Außerdem ist der Text wahrscheinlich noch schlecht gegendert.

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Navi-Apps, Fahrzeiten und -erlebnisse

Habe heute diesen Blogeintrag gelesen, wo jemand in San Francisco ĂŒber viele Fahrten (ĂŒber 100) Navigationsapps miteinander verglichen hat. Kandidaten waren Apple Maps, Google Maps und Waze (gehört auch zu Google).

Apple Maps vs. Google Maps vs. Waze

In early 2017, a conversation with yet another Waze fanboy finally nudged me to start a navigation app experiment. I was skeptical that the Alphabet owned company could meaningfully best its parent’s home grown Google Maps.

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Interessant sind die Ergebnisse (Google bringt einen am schnellsten ans Ziel, Apple am langsamsten, aber immer etwas schneller als zum Start angekĂŒndigt, und Waze dazwischen, aber immer etwas langsamer, als eigentich angekĂŒndigt), aber vor allem die Überlegungen, woher die Unterschiede in den Fahrzeit-Berechnungen und den dann tatsĂ€chlichen Fahrtzeiten.

Google scheint tatsÀchlich das beste Produkt zu haben und bindet den Benutzer dadurch. Ein wiederkehrender Benutzer bringt dann ein vollstÀndigeres Profil und macht einen als Werbeziel attraktiver.

Apple ist keine Werbefirma, daher geht es ihnen eher um Performance. Man kommt auf jeden Fall am Ziel an und meistens auch (*freu*) frĂŒher als erwartet.

Waze hingegen finanziert sich durch Werbung, daher zĂ€hlt Nutzerbindung. Auch das Grundkonzept von Waze, nĂ€mlich Hinweise anderer Nutzer auf Verkehrsprobleme oder -kontrollen anzuzeigen, zielt auf Nutzerbindung. Waze ist in der Vorhersage der Fahrtzeit am optimistischsten und ein vergleichender Benutzer bleibt bei der besten Zeit. Gut fĂŒr Werbeeinblendungen.

Meine Erfahrungen mit den Apps decken sich damit – Waze ist spannend zu benutzen, lenkt einen aber auch von der Straße ab, weil man wĂ€hrend der Fahrt Punkte sammeln kann und auf Blitzer achtet, die andere Fahrer gemeldet haben. Apples Erlebnis ist sehr angenehm, weil sie einen immer gute Übersicht geben. Ähnlich bei Google.

Konkret Fahrzeiten habe ich auch einmal verglichen und da hatte bei mir die Navigationsapp von Here (ehemals Nokia Here) gewonnen. Die Fahrzeiten waren ziemlich gut, die Verkehrsdaten stets aktuell und die Navigationsmodi (PKW, Fahrrad, Bus, etc.) umfangreicher als bei der Konkurrenz. Leider ist die App etwas ruckelig, hÀngt vielleicht damit zusammen, dass die 3D-Darstellung die beste ist. Here ist kostenlos und zeigt auch (sehr dezent) Werbung an.

Weil ich halt mit dem iPhone navigiere, nutze ich meistens Apple Maps, weil es am besten in das System integriert ist (Adressen suchen etc). Ansonsten bin ich alter Here-Benutzer, das ich auch immer im Ausland nutzen wĂŒrde.

Kurztest Fahrradnavi von @BikeCitizens:
Fahrradnavi mit Offlinekarten (1. Region gratis – Bremen zB hat ausreichend SpeckgĂŒrtel dazu), SprachfĂŒhrung (Abbiegehinweise und fĂŒr Radfahrer interessantes – „Straße ĂŒberqueren“, „Radweg“). Dazu integriertes Magazin und Community. đŸ‘đŸ»

Helm ab. Das Band ist schon einmal gerissen und dieses Stahlband hab ich von Cratoni kostenlos als Ersatz bekommen – da war der Helm schon lange aus der Garantie und der empfohlenen Einsatzzeit raus.
Das war vor 4 Jahren und somit wird es wohl mal Zeit fĂŒr einen neuen Helm. :/

Meine Regenjacke reflektiert 360°

Zum Winterbeginn im letzten Jahr habe ich eine neue Regenjacke gesucht. Hauptaugenmerk sollte neben – natĂŒrlich – Regenschutz eine gute Sichtbarkeit in Herbst und Winter sein. Es fahren zu der Zeit viele Radfahrer mit neonfarbenen Helmcovern, Jacken oder Rettungswesten rum. Ich habe etwas Ă€hnliches gesucht aber mehr Reflektion als Neon.

Durch Zufall bin ich auf Proviz gestoßen, eine britische Firma, deren Name tatsĂ€chlich Programm ist: Professional Visibility. Vielleicht auch provide visibility?

Nach ein bisschen Herumlesen (und wegen 30% Black-Friday-Rabatt) habe ich mir eine Reflect 360 Plus Cycling Men bestellt – die Reflect-360-Serie ist komplett reflektierend und wasserdicht. Normalerweise in einem merkwĂŒrdigen Grau, gibt es auch bunte, reflektierende Modelle. Die 360-Plus-Modelle sind dann nochmal etwas enger, sportlicher geschnitten.

Die Jacke kam ziemlich schnell an: „Meine Regenjacke reflektiert 360°“ weiterlesen

Wie man Nachrichten sicher verschickt

Seit klar ist, wer der 45. US-PrĂ€sident werden wird und spĂ€testens seit seiner Vereidigung, regt und organisiert sich Widerstand in den verschiedensten Ecken des Internets. Etwa taucht ein stummgeschalteter Twitter-Account der National Park-Behörde als „Schurken-Account“ wieder auf.
Auch mit von der Partie ist die Teen Vogue, die sich vom Hochglanzmagazin fĂŒr Teenager zum politischen Lifestyle-Magazin gewandelt hat. Ich habe hier einen Artikel ĂŒbersetzt, der ausgezeichnet Medienkompetenz und Infosec vermittelt. (Quelle Teen Vogue: How to Make Messages Secure)

Gehst du auf eine Demo, organisierst was mit Aktivisten oder bist plötzlich besorgt ĂŒber die politischen Ansichten deiner Eltern? Dann chatte darĂŒber nicht per SMS oder Facebook – du brauchst etwas sichereres.

Damit du die richtige Chat-App findest, hat Teen Vogue mit drei Sicherheitsexperten gesprochen: Zeynep Tufekci ist Soziologie-Dozent an der UniversitĂ€t von North Carolina und Autor eines Buches ĂŒber vernetzten Protest, Alec Muffett ist Softwareentwickler und hat vorher an der Sicherheit von Facebook gearbeitet und Moxie Marlinspike ist Sicherheitsforscher und hat Open Whisper Systems gegrĂŒndet, die die VerschlĂŒsselung entwickelten, die jetzt unter anderem von WhatsApp eingesetzt wird.

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Es geht los mit der FahrradwÀsche

Mein Arbeitsweg fĂŒhrt wahlweise direkt durch oder außen herum um das Naturschutzgebiet „(Borgfelder) WĂŒmmewiesenĂŒberschwemmung“. Diese ĂŒberschwemmt jedes Jahr, so dass Straßen ĂŒber Wochen gesperrt werden können – es werden dann nur noch die fest installierten Sperren ausgeklappt. Man und die Anwohner kennt das so, seufzt und stellt sich auf lĂ€ngere Wege und nasse GĂ€rten ein.

Als Radfahrer kommt man durchs Wasser noch etwas lĂ€nger hindurch – allerdings fĂ€ngt die Überschwemmungssaison auch gerade erst an.

Noch was zu Helmen

Noch einmal kurz (nicht) zu Helmen. Mikael Colville-Andersen (copenhagenize.com) ist Industrial Designer und berichtet von einem Radiointerview und seiner Rolle dort als Fahrradversteher. Ein paar interessante Details zu Fahrradhelmen und vor allem zur Argumentationsweise von Pro-Helmpflicht-BefĂŒrwortern.

Bike Helmets – Something Rotten in the State of Denmark
I took part in a radio debate last week. Four guests and a journalist.

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