Bitte nicht böllern!

Statt einer frohen Silvesterfeier versuchen wir seit Jahren einen normalen Abend vorzutäuschen, damit unsere Haustiere nicht durchdrehen. Auf dem Dorf sind das größte Problem nicht feiernde, laute Menschen (mit einem reaktiven Hund1 sowieso ein Problem) sondern Raketen und Böller.

Darum auch in diesem Jahr wieder der Aufruf: Kauft und zündet bitte kein Feuerwerk! Böller sind unsinnige Produkte.

Es wird wortwörtlich Geld verbrannt, die Umwelt wird verpestet, Tiere und Menschen werden vollkommen unnötig gestresst.

Böller töten oder verstümmeln Menschen!

Tagesschau.de

Bei Explosionen auf einem Markt für Pyrotechnik in Mexiko sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen und viele verletzt worden. Die genaue Zahl der Opfer ist bisher unbekannt, das Gebiet wurde großflächig verwüstet.

Weser-Kurier.de

Verstümmelte Finger, Verbrennungen im Gesicht: Solche Horrorszenarien können schnell Realität werden, wenn illegale Böller oder Raketen mit zweifelhaftem Inhalt gezündet werden. Experten der Berliner Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) haben nun wieder appelliert, für Silvester ausschließlich in Deutschland zugelassenes Feuerwerk zu kaufen.

Umweltbundesamt.de

In Deutschland erleiden jährlich 8.000 Menschen zu Silvester Verletzungen des Innenohrs durch Feuerwerkskörper. Rund ein Drittel dieser Menschen behält bleibende Schäden, so eine Meldung im Deutschen Ärzteblatt im Jahre 2013.

Böller verpesten die Umwelt!

Dresdener Neue Nachrichten

Sven Junghanns, Gruppenleiter der Reinigung, rechnet mit insgesamt rund 40 Tonnen Silvestermüll. Fast drei Viertel davon kommen im Zentrum zusammen. Im vergangenen Jahr waren es 45 Tonnen Müll, zum Jahreswechsel 2012/2013 nur 37,5 Tonnen.

Umweltbundesamt.de

Jährlich werden rund 4.000 Tonnen Feinstaub (PM10) durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern frei gesetzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Diese Menge entspricht in etwa 15% der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge. [..] Die Absatzmengen gehen seit 1990 jedoch um etwa 50 % zurück, was unserer Beobachtung widerspricht. Insofern scheinen Feuerwerkskörper auch in größerem Umfang auf anderen Wegen ins Land zu gelangen und deshalb sind deutlich höhere Emissionen wahrscheinlicher.

Böller töten Tiere!

Weser-Kurier

Wenn plötzlich ein Feuerwerkskörper explodiert, erschrecken sie sich und rennen in Panik weg. „Dann besteht die Gefahr, dass sie auf die Straße laufen oder nicht wieder zurück nach Hause finden.“ [..] Zischende Raketen, Lichtblitze und Silvesterkracher setzen Hunde extrem unter Stress. Auch sie sollten im Haus bleiben und abgeschirmt werden, sobald die Knallerei losgeht. [..] Viele Pferdebesitzer verbringen den Jahreswechsel im Stall, um zu verhindern, dass ihre Tiere in Panik geraten. Tierärztin Kaplan empfiehlt: „Schließen Sie Fenster und Türen des Stalls, lassen Sie das Licht an und schalten sie zur Ablenkung das Radio ein. Bitten Sie Nachbarn, in der Nähe der Pferde keine Feuerwerkskörper zu zünden.“

Landestierschutzverband Baden-Württemberg

So manche kopflose Flucht endete [für Wildtiere] durch eine Auto- oder LKW-Kollision tödlich. Doch selbst wenn sie nicht verunfallen, zehren Stress und Angst massiv an den sowieso knappen Kraftreserven. Durch die ungewohnte Störung werden wichtige Energiereserven unnötig verbraucht, die im Winter – vor allem bei notorischem Futtermangel und kalten Temperaturen – überlebensnotwendig sein können.

Böller machen krank!

Utopia.de, taz.de

Die Hauptproduzenten der Feuerwerkskörper sind Indien und China. Mit ihrer Produktion decken sie 97 Prozent des Weltmarktes ab. In beiden Ländern gibt es jeweils eine Region, wo der Großteil der Feuerwerksherstellung stattfindet – Liuyang in China und Sivakasi in Südindien.
Berichte über die Arbeit in diesen Städten erinnern an Beschreibungen des Höllenfeuer

Umweltbundesamt.de

Das Einatmen von Feinstaub gefährdet die menschliche Gesundheit. Die Wirkungen reichen von vorübergehenden Beeinträchtigungen der Atemwege über einen erhöhten Medikamentenbedarf bei Asthmatikern bis zu vermehrten Krankenhausaufnahmen wegen Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen sowie einer Zunahme der Sterblichkeit. Es wird sogar vermutet, dass es für Feinstaub keine Schwelle gibt, unterhalb derer keine schädigende Wirkung mehr zu erwarten ist.

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