Was für Kamera-Radtouren gebastelt

Meine große Kamera ist eigentlich zu unhandlich fürs überall-mithinnehmen.
Sie wiegt etwa 3,2kg (stimmt nicht!), braucht immer den Tragegurt und fühlt sich am wohlsten in ihrem Crumplerrucksack. Den ich aber ungern auf dem Fahrrad mitnehme, wenn ich eigentlich mehr Radfahren als fotografieren will, so wie heute. Eine Fahrradtasche klippse ich dann auch nicht an den Träger.

Ich hab mal probiert, die Kamera mit dem Gurt so irgendwie seitlich, gekreuzt, über den Rücken beim Fahren zu tragen, aber dann ist sie mir nach vorne gerutscht und hing dann da wie ein Koalababy und dängelte fröhlich mit der Männerradstange (wie heißt die?) herum… nervig und bestimmt auch nicht der beste Umgang für meine Kamera.

Also für die Radtour heute was überlegt und ausprobiert:

Kamerahalterung 04

Bei Klick aufs Bild gibt es „Notes“, die die Teile auch erklären – hier im Blog versuche ich es mal so:
Das ist der normale Tragegurt, der da an meiner Kamera hängt und den wollte ich mir wieder über Kreuz über den Rücken hängen. So ist er gerade lang genug, dass die Kamera genau auf Hüfthöhe hängt.

Als weitere Befestigung habe ich ein Schlüsselband an die Kamera geklippst – das ist das Lumix-Band. Das Ende an der Kamera hat diesen Karabiner, an den sonst die Schlüssel kommen – weil da auch diese Schnalle dran ist, mit der ich die Kamera schnell lösen kann. An das andere Ende des Schlüsselbandes hab ich dann diesen Kletterkarabiner geknotet – der Abstand zwischen Kamera und Kletter-Karabiner beträgt etwa 20cm.
Die Idee insgesamt: den Kletter-Karabiner habe ich mir hinten an den Gürtel geklippst und mit dem Schlüsselband wird die Kamera am Körper fixiert. Nicht so fest, dass sie nicht abfallen könnte… aber sicher genug, dass sie beim Radfahren an ihrer Position bleibt und auch beim Berg „klettern“ nicht zu stark schaukelt.

So sieht das dann aus:

Kamerahalterung 02

Der rote Karabiner hängt am Gürtel und kann durch die Gürtellasche (und wie heißen die Dinger, am Hosenbund?) nicht weiter nach rechts rutschen. Das überflüssige Ende vom Schlüsselband hab ich eine Arschtasche gesteckt, das werde ich aber noch abschneiden. Durch den „Schultergurt“ hängt die Kamera fest an der rechten Seite.

Apropos Seite:

Kamerahalterung 03

Auf dem Rad sitze ich noch tiefer, die Kamera wird also noch stärker nach vorne gezogen – hielt aber während der kompletten Fahrt ihre Position. Es war auch kein Problem kurz anzuhalten, das Schlüsselband an der Schnalle zu trennen und zu fotografieren.
Nur der Kletter-Karabiner hat sich gedreht, so dass die Kamera mehr Spiel bekam, das aber immer noch nicht unangenehm war. Ich werde nächstes Mal das Schlüsselband etwas kürzer machen.

Während der Fahrt habe ich von der Kamera nicht viel gemerkt – ich bin aber auch nicht sportlich gefahren.

Soviel dazu – ob ich eine paar-Tausend-Euro-Kamera so mitnehmen würde, weiß ich aber auch nicht. 😉

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