Extrem-Messebesuching

…kennt noch jemand diese Witze? EXTREEEEME-BÜGELING? Hach, RTL Samstag Nacht, Tommy Krappweis hat inzwischen Bernd das Brot erfunden und Mirco Nontschew macht …Ă€hm, nur noch Zwergenfilme. Schade.

Egal, dieses Wochenende war fahrrad.markt.zukunft-Messe in der Stadthalle Bremen – eigentlich falsch, weil das in der Messe Bremen (also in den angeschlossenen Hallen) stattfand und Stadthalle auch lange nicht mehr Stadthalle heißt… – jedenfalls fmz und gleichzeitig auch noch PASSION Sports Convention. FĂŒr zweitere wurden die ganzen EXTREEEMEE-Sachen, von denen in den letzten Jahren immer mehr auf der fmz aufkamen also einfach in eine eigene Messe gesteckt und noch ein paar Skater-usw-Events gebucht uuuuund viele Surfshops, ~veranstalter in zwei Extra-Hallen neben die fmz gepackt.

Ich war am Sonntag vormittag – nachmittag da und mal ein paar EindrĂŒcke und irgendwie interessante Sachen, die ich mir angeguckt hab:

Mein Haupt-Ansteuerpunkt war FastFootChallenge, ein GPS-Handyspiel, welches von Studenten aus Bremen entwickelt wurde – die haben jetzt auch eine kleine Firma gegrĂŒndet, machten auf der Passion Werbung fĂŒr das Spiel und haben natĂŒrlich auch Probespiele veranstaltet. FastFoot ist dabei sowas wie Scotland Yard in echt. Man benötigt zwangslĂ€ufig ein kompatibles Handy (ein iPhone 3G oder ein aktuelles Nokia mit GPS) und muss sich ein richtiges Spiel auch das Spiel kaufen, das kostet momentan noch €2,99.
Um 13:00 hatte ich dann Gelegenheit, selber mitzulaufen und nach einigen Anlaufschwierigkeiten (die Handys wollten sich nicht richtig einbuchen) ging es dann los – Mister X bekam 6 Minuten Vorsprung und 25 Minuten und – fĂŒr mich – 2,7km spĂ€ter haben wir ihn am Bahnhofsvorplatz geschnappt. Die Jungs die Mister X gespielt haben, waren ein wenig sauer, weil sie geschnappt wurden und nicht wussten, dass eine AnnĂ€herung auf 50m fĂŒr ein Game Over reichte – sie dachten, man mĂŒsse sie richtig anticken und hatten sich irgendwo dort versteckt.
„Mein“ Spiel lĂ€sst sich im Internet angucken: entweder lĂ€dt man sich dieses kmz runter und guckt es sich in Google Earth an (mit Animation) oder man kann das ganze auch statisch direkt im Browser betrachten. Ich bin da der Runner „banane“ (so hieß das Handy) und bin die blaue Linie. Mister X ist rot.
Norbert hat letzte Woche auch mitgemacht (als Mister X) und sein Spiel mal gefilmt.
Und Zolution & More organisieren euer FastFoot-Event.

Daaaann wurde ich von einem Vermutlich-jĂŒnger-als-ichem gesiezt, als ich gegen ihn Cross Boccia gespielt hab.
Das erinnert mich irgendwie an… „in space“. Also man nehme eine beliebte Fernsehshow/einen beliebten Kinofilm, remake das ganze und nenne es dann [Gleicher Titel] In Space. So geht es mit zahlreichen anderen, angestaubten Sportarten, die man vielleicht noch aus seinem Familienurlaub mit den Eltern in SĂŒdfrankreich kennt, nĂ€mlich Croquet oder Petanque. Oder die deutschen Varianten Krocket und Boccia. WĂ€hrend ich erstes schon desöfteren mit Freunden und eigenen Regeln gecrosst hab und es Cross Golf als hippe Variante schon lĂ€nger gibt, wurde hier nun Boccia ge-crosst.
Der Deal: statt Metallkugeln wirft man mit etwas grĂ¶ĂŸeren Hacky Sacks, man kann werfen wie man will und auch wohin man will. Man braucht kein bestimmtes Spielfeld, der Starter wirft sein Ziel irgendwo hin und alle probieren so nah wie möglich ranzuwerfen. Man kann Combopunkte bekommen und statt gegnerische Kugeln wegzustoßen, kann man sie ĂŒberlagern und dadurch sperren.
Von der Idee her ganz nett, die Regeln scheinen mir ordentlich an die SpielumstĂ€nde angepasst worden zu sein. Man kann ein Spielset (fĂŒr eine Person) fĂŒr knapp 20€ online erstehen, aber ich denke, dass man sich die BĂ€lle auch ganz einfach selber nĂ€hen kann. Wobei die offiziellen „SpielgerĂ€te“ sehr stabil (doppelte HĂŒlle) und natĂŒrlich alle einheitlich waren.

Ziemlich am Eingang der Passion war eine kleine Kletterwand aufgebaut und ich dachte schon, das wÀren die Leute vom Bunker in Gröpelingen, aber nee, das war neu:
Als Linie 7 haben da welche Werbung fĂŒr eine neue Kletterhalle („Bouldern“) in Bremen gemacht: und zwar ist die fast direkt am Hauptbahnhof. Coole Sache, so Wetter unabhĂ€ngig in Bremen klettern können – und da die abends bis 22:00 Uhr aufhaben, werd ich mir das die nĂ€chsten Tage doch gleich mal angucken. 🙂

In einer Ecke der Passion stand ein wild lackierter T4-Transporter, den man als Campingwagen mieten kann.
Dieser Fluchtwagen kostet in der Hauptsaison 550€ die Woche und da kann man sich ĂŒberlegen, ob sich das so lohnt… Platz zum Pennen und Kochen ist fĂŒr 2 Leute drin. 2 Wochen SĂŒdfrankreich + Sprit sind grobĂŒberschlagen schon mal locker 1500 – 2000€ nur fĂŒr den Wagen.

Bei Kolt hab ich mir ein schickes Hosenbeinzusammenhalteband mit Reflektionsdingern drauf gekauft.
Die hatte auch auch schicke Hoodies, auch mit Blingbling-Aufdruck oder aber anderen Signalfarben. Fair Wear ist es auch noch.

Hab mich bei Langbrett auf ein Longboard gestellt. Haben.

Dann gab es noch einen Stand von Panasonic (WTF?) wo man sich auch Kameras ausleihen durfte – beispielsweise die neue FT2, eine wasserdichte Outdoorkamera (Aaah!). Finde die ziemlich klobig… macht aber gute Fotos und hĂ€lt einiges an Krachkabummsturz aus. Hab mit der nur kurz rumgespielt und fand den Zoom eeeeewig lahm. :-/
Da gefielen mir die aufgebauten ”4/3-Kameras schon viel besser. Bin ja etwas hin- und hergerissen zwischen GF1 (Wechselobjektiv-Kamera im Kompaktformat) und der GH1 (Spiegelreflex-Format mit sehr guter Videoaufnahme) – ich mag ja den Sucher an meiner FZ30. Aber die GH1 kostet HD-Objektiv sei dank auch etwas jenseits der 1200€. :-/

Ähm… den Fahrrad-Teil auf der fmz hab ich mir auch angeguckt aber nur kurz. Mein Eindruck war: nach dem Spielzeug kommen jetzt die FahrrĂ€der dran und bekommen ihre Elektro-Hilfsmotoren verpasst. Es waren gefĂŒhlt mehr E-FahrrĂ€der als normale auf der fmz. Bei BOC konnte man auch ein paar „offizielle“ Singlespeeds angucken, komplett mit hippen Minibremsen, fast direkt an der Lenkerstange, so halb Rennradlenker… hm. Knapp 500€ fĂŒr den Style. Achja und fĂŒr das „natĂŒrliche Radfahren“ oder so, da stand ein Spruch mit dran.

Tja… das war mein Sonntag, ich bin um 16:00 zuhause fast im Sessel eingepennt. Und irgendwann die Woche (oder nĂ€chste) krieg ich mein Sofa!!! :))

8 Replies to “Extrem-Messebesuching”

  1. Wir waren Sonntag auch da schade, dass wir uns nicht gesehen haben. Die von Linie 7 kenne ich noch, weil sie zum gleichen Zeitpunkt ihren Laden aufgebaut haben, als wir bei AufAuf mitgewirkt haben.

    Einlogschwierigkeiten hatten wir bei unserem Spiel komischerweise auch. Scheint ein generelles Problem zu sein.

  2. Wir hatten da mehrere Gruppen, sowohl die iPhonies, als auch die Nokianer hatten die Probleme. Ein paar SE K800i mit drangeklebtem BT-GPS wollten gar nicht, wohl aber neuere SE 903 (?) mit internem GPS.
    Die Leute vom Urbanteam konnten aber auch nicht genau sagen, woran das lag… gut möglich, dass auch die Tastensperre vom Nokia da mit reingespielt hat, manchmal konnte man nix machen, weil der Bildschirm scheinbar gesperrt war, aber nicht ausging. Und dann hat das „hĂ€ngende“ Handy anscheinend den Server blockiert.
    Aber nach ein paar AnlÀufen hat es geklappt.

    Ich bin mir sicher, dass das wesentlich reibungsloser funktioniert, wenn sich jeder um sein eigenes Handy kĂŒmmert. 🙂

  3. grad so ĂŒberlebt! Aber ich bin ja beeindruckt was es alles so technisches gibt, von dem ich noch nie etwas gehört habe.
    DafĂŒr gefĂ€llt mir Cross-Boccia sehr gut! Ist das auch eine mögliche Alternative fĂŒrs Land?

  4. Auf jeden Fall! Könnte ich mir sehr lustig in der Gruppe vorstellen, wobei es dann aber die Probleme mit dem nötigen SpielgerÀt gibt.
    Vielleicht findet sich ja jemand, derdie einen grĂ¶ĂŸeren Satz Sackys nĂ€hen will. 🙂

  5. ich will nicht nĂ€hen, aber spielen 😀 *wehmĂŒtig ans cross crocket denke* bouldern bietet der hochschulsport der uni ĂŒbrigens auch an – im sportturm.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Datenschutzbedingungen akzeptieren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darĂŒber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.