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Dunkles gesehen

“Komödie im Dunkeln”

Dunkel wars tatsächlich im Neuen Schauspielhaus, wo heute abend die “Hauptprobe 2″ (Generalprobe? Colonelprobe?) zur Komödie “Komödie im Dunkeln” gezeigt wurde. Und Facebook sei Dank habe ich 2 Plätze dafür gewonnen. Das Stück heißt eigentlich “Black Comedy” und spielt nicht nur im Titel mit der Dunkelheit.

Ein Künstler wartet in seiner Wohnung mit seiner Verlobten auf den potentiellen Gönner, der dem Paar ein besseres Leben und den Segen des Schwiegervaters ermöglichen soll…
Das Stück startet zunächst in völliger Dunkelheit – bis dann die Sicherung rausfliegt und sich das Licht umkehrt. Fortan ist die Bühne beleuchtet und die Story im Dunkeln. Nur wenn einer der Charaktere an eine Lichtquelle kommt, wird wieder das Bühnenlicht abgeschaltet und man sieht das Schauspiel aus Sicht der Charaktere. Diese Situationen sind aber selten und werden meistens mutwillig verhindert. Denn nicht nur Künstler, seine Verlobte, der Schwiegervater und schließlich auch der russische Kunstsammler verirren sich in die dunkle Wohnung, sondern auch einige ungebetene Gäste, die sich allesamt der Dunkelheit aber nicht ihrer selbst und ihrer Begleitungen bewusst sind. Um ihrer Zukunft willen gilt es das Licht der Erkenntnis zu verhindern, hilariousness ensues.

Slapstickeinlagen wechseln sich mit einigen wenigen Witz-Monologen ab und letzendlich gibt es viel Gegrabsche und Rumgeräume, bis am Ende das Licht wieder angeht – was man aber eigentlich gar nicht sehen will, so sehr haben sich Hausbewohner und Gäste ineinander verstrickt, dass es eigentlich nur böse ausgehen kann.

Trotz vieler Szenen parallel (in unterschiedlichen Räumen der Kulisse) kann man der Geschichte gut folgen, auch wenn es ab und an sehr chaotisch ist und man eigentlich jeden Charakter einzeln beobachten möchte – schließlich spielt jeder seinen Menschen in der Dunkelheit und beschäftigt sich dort oben mit sich selbst. :)

Uns wurde vorher noch ein wenig was zum Autor (Peter Shaffer) erzählt und auch, dass eine neunte Person in die Komödie aufgenommen wurde – ein weiß gekleideter Szenengeist, der durch Zwischenrufe und Stückunterbrechungen in den Ablauf eingriff. Die Schauspieler wurden so etwas aus dem Konzept geschauspielert, hat mich aber eher gestört.

Aber ich habe mehr gelacht als mich aufgeregt, von daher eine klare Empfehlung. Ist auf jeden Fall was für Fans von britischen Komödien.

http://www.bremertheater.com/

Disclaimer: Ich gehe gerne ins Theater.

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